Orthesen

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Orthesen sind Hilfsmittel zur Funktionswiederherstellung, Korrektur und Unterstützung z.B. bei Lähmungen

Hand in Hand mit Ihnen, dem verordnenden Arzt und dem behandelnden Physio- oder Ergotherapeuten wird ein Versorgungskonzept erstellt. Gemeinsam legen wir – entsprechend Ihren individuellen Anforderungen – fest welche Wirkung die Orthese haben muss.

Unsere langjährige Erfahrung sichert eine hohe Versorgungskompetenz.
Bei uns erhalten Sie für jedes Krankheitsbild das für Sie optimale Hilfsmittel – vom Junior bis zum Senior.

Die Versorgungsqualität wird von uns ständig dokumentiert und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen angepasst. Auf Grund vieler komplexer Versorgungen in unserer orthopädietechnischen Werkstatt sind unseren Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. Wichtig für uns ist hierbei eine umfassende „Ist-Analyse“, um Ihre Ziele, Bedürfnisse, Wünsche zu erfahren und zu berücksichtigen. Das Hilfsmittel, welches den größten Therapieerfolg verspricht wird auf Grund des Ergebnisses für Sie eingesetzt.

Fussorthesen

(z.B. Dynamische Fuß-/Knöchel-Orthesen, Ringorthesen)

Es handelt sich häufig um semiflexible dynamische Orthesen-Systeme mit einer sehr guten Bettung und Unterstützung der Fußgewölbe.

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Die Orthesen werden je nach Indikation in verschiedenen individuellen Ausführungen hergestellt. Hierbei verwenden wir sehr unterschiedliche, teilweise miteinander kombinierte flexible und starre Materialen.

Unser Ziel ist die Fußgewölbe / Gelenke zu stabilisieren und wie ein „dynamisches Außenskelett“ die Bewegungskräfte aufzunehmen, und in den Bewegungsablauf zu integrieren.

 

Die Indikationen hierfür wären z.B.

  • Lähmungen mit wenig Stabilität und starkem Hypertonus (z.B .spastische Lähmungen)
  • Zur Stabilisierung und Einbettung des Fußes in biomechanischer Nullstellung sowie zum Ausgleich von Muskelungleichgewicht
  • Muskelschwäche mit deutlicher Sprunggelenks-/Vorfußinstabilität
Unterschenkelorthesen

Unterschenkelorthesen werden von uns in verschiedenen Materialien und Ausführungen hergestellt.
Indikation und Funktionsziel stehen an erster Stelle, um die Konstruktion festzulegen.
Als bevorzugtes Herstellungsverfahren wählen wir die Carbonfaserverbundtechnik. Hierbei können wir sehr individuell arbeiten, und wichtige Sonderwünsche und funktionelle Kriterien berücksichtigen. Ein weiteres entscheidendes Merkmal der Carbonfasertechnik ist das geringe Gewicht bei gleichzeitig hoher Stabilität – genau die Eigenschaften, die von einem guten Hilfsmittel häufig gefordert werden.
Ein weiterer Vorteil dieser Technik: Die Orthese kann für Sie so individuell gestaltet werden, dass sie genau dort hohe Stabilität bietet, an der sie benötigt wird und gleichzeitig an anderer Stelle flexibel bleibt.

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Das Ergebnis bei allen Versorgungen ist immer eine besonders hohe Funktionalität bei geringem Gewicht und ausgezeichneter Optik.

Ausführungen und Wirkungsweisen werden bei Bedarf durch individuelle Anfertigung nach Gipsabdruck hergestellt. Ausführung und Gelenke werden nach Indikation ausgewählt und sind häufig individuell justier- und dem Therapieverlauf anpassbar. Durch Gelenkanschläge in der Streckung oder der Beugung des Sprunggelenks, kann Einfluss auf die Kniestreckung und /oder Kniebeugung genommen werden, ohne das Kniegelenk mit in die Versorgung einbeziehen zu müssen.

Je nach nötiger Stabilität können Unterschenkelorthesen auch aus thermoplastischem Kunststoff hergestellt werden. Diese Orthesen sind ebenfalls dünnwandig und funktionell, haben aber ein höheres Gewicht und eine geringere Stabilität. Die Auswahl des richtigen Materials ist immer individuell für den Patienten zu treffen.

Alle Orthesen sind sehr formschlüssig gearbeitet (Second Skin) und haben die Aufgabe, verloren gegangene Funktionen wieder herzustellen, zu korrigieren, immobilisieren oder redressieren.

Bei leichten Lähmungen oder Lähmungen, die therapierbar sind, werden Orthesen eingesetzt, welche die vorhandene Muskelarbeit möglichst wenig bzw. nicht einschränken. Die Gelenke werden in ihrer Funktion unterstützt aber nicht geführt. Einfluss auf die Kniestreckung und die Kniebeugung ist nicht möglich.

Alternativen bieten auch sogenannte konfektionierte Produkte die wir direkt am Kunden anpassen können. Konfektionierte Unterschenkelorthesen sind sinnvoll wenn z.B.

  • keine extremen Beinformen vorhanden sind
  • keine / nur geringe Gelenkführung nötig ist
  • schwache Fußheberfunktion gefordert ist
  • keine spezielle Fußbettung benötigt wird
Knieorthesen

Wir bieten Ihnen ein System zur gezielten Behandlung von Kniebeschwerden. Auch hier setzen wir auf hochwertige Funktion und Verarbeitung, sowie leichte und hygienische Materialien. Die Entscheidung über die optimale Versorgung wird auch hier am besten im Behandlungsteam getroffen.

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Die individuelle Auswahl und Anpassung einer Knieorthese ist wesentlich für eine optimale Versorgung z.B. nach Kreuzbandrupturen, Seitenbandverletzungen und Kapselband-Operationen. Der Anspruch nach einem hohen Tragekomfort wird bei der Konstruktion beachtet. Funktion und Design sollen auf einen Nenner gebracht werden.

Durch verschiedene Gelenkkombinationen, ist es möglich allen Ansprüchen gerecht zu werden. Wichtig ist uns immer eine ausreichende Gelenkstabilisierung, mit einer (falls notwendigen) Bewegungslimitierung des Kniegelenkes, die dem Therapieverlauf anpassbar ist.

Eine offene Rahmenkonstruktion sollte dem anatomischen Verlauf entsprechen, und Möglichkeit zur Nachpassung lassen. Durch spezielle Polster und breite Gurte wird eine sichere Befestigung bei hohem Tragekomfort erzielt. Die Zahnsegmentschienen mit austauschbaren Anschlagelementen dienen der Führung und Bewegungsbegrenzung.

Oberschenkelorthesen

Oberschenkelorthesen werden bei Lähmungen des ganzen Beines eingesetzt, wenn eine unterschenkellange Versorgung auf Grund des Krankheitsbildes nicht mehr funktionell ausreichend ist. Bei Bedarf werden sie auch beidseits eingesetzt (z.B. bei Querschnittslähmungen, Kinderlähmung, ICP). Hierbei handelt es sich um sehr komplexe Konstruktionen ggf. mit Knöchel- und Kniegelenk.

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Es muss sehr genau abgewogen werden, mit welchem Aufwand welches Ziel erreicht werden kann. Der praktische Nutzen sollte dabei im Vordergrund stehen. So kann durch fundierte Kenntnise der Biomechanik, Anatomie und Technik durchaus ein großer Gewinn im Alltag für den Patienten realisiert werden.
In gemeinsamen Gesprächen mit Ärzten, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten werden die Möglichkeiten abgewogen und ein Versorgungskonzept erstellt.

Die Wünsche der Betroffenen haben bei uns einen großen Stellenwert.

Unsere Orthesen werden nach den neuesten Erkenntnissen der Biomechanik und mit hochfunktionellen und gewichtsoptimierten Passteilen hergestellt. Durch unsere Kenntnis von biomechanischen Gesetzmäßigkeiten kann oft auf ein vermeintlich notwendig gesperrtes Kniegelenk verzichtet werden.

Von der einfachen Konstruktion, über zurückverlagerte Kniegelenke, bis hin zum elektromechanisch gesteuertem Kniegelenk (E-Mag oder Neuro-Tronic) – wir sind immer auf dem aktuellsten Stand der Medizintechnik.

Fingerorthesen

Fingerorthesen gibt es als konfektionierte Orthesen, nach Gipsabdruck oder je nach Indikation in „direct molding“ Technik.

In der direct molding Technik verwenden wir Kunststoffe, die bei niedrigen Temperaturen direkt am „Kundenfinger“ angeformt werden. Um das Ganze etwas freundlicher zu gestalten haben sich bunte Kunststoffe bewährt.

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Streck- oder Beugedefizite behandeln wir erfolgreich mit sogenannten „dynamischen Fingerorthesen“ die als halbfertiges Produkt am Patienten angepasst werden. Häufig kommt es vor, dass kleine Modifikationen notwendig sind um die Funktionalität zu steigern. Die Orthese ist mit zwei seitlichen Spiralfedern ausgestattet. Mit großflächigen Polstern wird die Kraft verteilt und die Federspannung dosierbar aufgebaut.

Bei Indikationen, die den Daumen bzw. das Daumengrundgelenk betreffen, werden ebenfalls thermoplastische Kunststoffe eingesetzt, welche einfach zu reinigen sind. Sie eröffnen uns die Möglichkeit bei Bedarf nachträglich die Orthesen am Patienten problemlos nachzuformen.

Die Fingerorthesen zeichnen sich alle durch ihre einfache Handhabung, Funktionalität und eine komfortable Passform aus.

Hand- und Unterarmorthesen

Hand- und Unterarmorthesen werden z.B. verwendet zur Funktionserhaltung, Gelenkskorrektur, Redression oder auch Immobilisierung der Hand-/ Fingergelenke.

Individuelle Unterarm-Handorthesen nach Gipsabdruck werden von uns häufig bei Betroffenen nach einem Schlaganfall eingesetzt. In die Orthesen werden in der Regel Quengelgelenke eingesetzt um die spastische Fehlstellung zu verhindern/ korrigieren und Folgeschäden zu vermeiden. Sehr häufig müssen die Finger zusätzlich einzeln gefasst und korrigiert werden. Durch spezielle Formen ist es dem Patienten häufig möglich trotz eines hohen spastischen Tonus die Orthese selbst anzulegen.

Eine funktionelle Hand-Unterarmorthese ist ein Baustein für eine erfolgreiche Therapie des Patienten. Gerne beraten wir Sie unverbindlich. Dies ist nur ein Teil unseres hochspezialisierten Unternehmens in dem unser qualifiziertes und motiviertes Team ihr Können täglich unter Beweis stellt.

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Mit innovativer Technik Menschen zu einem neuen Lebensgefühl verhelfen zu können, sehen wir als Verantwortung ohne Kompromisse.